FAQ

Telematikinfrastruktur (TI)

Die Plattform für Anwendungen nach §291a SGB V vernetzt alle Institutionen des Gesundheitswesens und ermöglicht einen organisationsübergreifenden Datenaustausch. Zutritt bekommt nur, wer über eine SMC-B verfügt.

Der Begriff Versichertenstammdatenmanagement beschreibt den gesetzlich verpflichtenden Abgleich der auf der Versichertenkarte (eGK) gespeicherten Stammdaten mit dem Kostenträger.

KIM als digitaler Transportweg innerhalb der Telematikinfrastruktur ermöglicht einen sicheren und rechtsverbindlichen Datenaustausch via E-Mail zwischen den behandelnden Ärzten eines Patienten sowie mit anderen Akteuren im Gesundheitswesen (besonders Kostenträger). Der Datentransport erfolgt dabei nach besonders hohen Sicherheitsstandards d. h. Ende-zu-Ende verschlüsselt und mittels Authentifizierung durch eine elektronische Signatur (QES).

Bitte beachten Sie hierzu unseren Kurzfilm, eine Kundeninformation (PDF als Download) sowie die Podcastreihe #GesetzMeetsPraxis Podcast 8 und Podcast 11.

Im Rahmen des Notfalldatenmanagements werden auf Wunsch des Patienten notfallrelevante Daten auf der eGK gespeichert (z. B. Diagnosen, Unverträglichkeiten oder eine bestehende Schwangerschaft). Karten-PIN und qualifizierte elektronische Signatur (QES) gewährleisten einen hohen Sicherheitsstandard. Durch NFDM erhält der Notfallarzt vor Ort einen schnellen Überblick zu den gesundheitlichen Umständen und Vorerkrankungen des Patienten.

Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Podcastreihe #GesetzMeetsPraxis.

Der eMP ist die Weiterentwicklung des bundeseinheitlichen Medikationsplans (BMP). Mit Einwilligung des Patienten werden auf der eGK verordnete Medikamente und therapeutische Maßnahmen (Dosis, wie oft, wie viel) erfasst. Der Zugriff durch med. Fachpersonal und Apotheken ist stets durch den Patienten freizugeben. Der eMP stellt eine indikationsgerechte Medikation sicher, Wechselwirkungen werden vermieden und das Risiko von Fehlbehandlungen reduziert.

Mehr hierzu im Rahmen unserer Podcastreihe #GesetzMeetsPraxis.

Die ePA ist das zentrale Element der Telematikinfrastruktur und soll zu mehr Transparenz und Qualität in der Behandlung führen. Diese enthält u. a. Diagnosen, Befunde, Arztbrief oder Gesundheitsdaten und wird bis 2023 in 3 Stufen mit weiteren Informationsobjekten befüllt und detaillierten Berechtigungsstufen versehen. Ab dem 01.01.2021 sind Kostenträger verpflichtet, ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte anzubieten. Für den Patienten ist die ePA freiwillig. Ärzte müssen ab 01.07.2021 technisch in der Lage sein, diese zu befüllen. Unsere Empfehlung: Clip - Die ePA kurz erklärt! Clip - Die ePA - Ausbaustufe 1

Wir kümmern uns um den sicheren Anschluss Ihrer Praxis an die TI: Wir haben ein „medatixx-TI-Bundle“ für Sie konfiguriert, das wir Ihnen zusammen mit einem Pflege- und Betriebspaket anbieten. Ihr regionaler Servicepartner unterstützt Sie bei der Installation der Komponenten und der Anbindung an die TI. Darüber hinaus informieren wir unsere Anwender mit unserem TI-Newsletter zu allen Fragen rund um die TI und unsere gemeinsamen nächsten Schritte. Für individuelle Fragen zur Anbindung Ihrer Praxis an die TI steht Ihnen Ihr Servicepartner gerne zur Verfügung.

Ja, um eine Verbindung mit der TI herzustellen, ist ein Internetzugang notwendig. Ein bereits bestehender Internetanschluss kann für den Zugang zur TI genutzt werden.

Die erforderliche Bandbreite zur Nutzung des Vertragsstammdatenmanagements (VSDM) kann heute in den allermeisten Regionen von den gängigen Providern zur Verfügung gestellt werden. Wir empfehlen einen Internetanschluss mit mindestens 6 Mbit/s. Sprechen Sie bitte Ihren Servicepartner an, falls Sie sich nicht sicher sind, über welche Bandbreite Ihr Anschluss verfügt.

Nein, bei korrekter Installation der Komponenten werden andere Anwendungen nicht gestört.

Das am 9. November 2018 vom Deutschen Bundestag beschlossene Pflegepersonal-Stärkungsgestz (PpSG) sieht vor, dass alle Praxen bis 30. Juni 2019 an die TI angeschlossen sind. Wichtig: Um Honorarkürzungen zu vermeiden, müssen Ärzte und Psychotherapeuten die für den Anschluss an die TI notwendigen Komponenten bis spätestens 31. März 2019 verbindlich bestellen und dies gegenüber ihrer Kassenärztlichen Vereinigung nachweisen.

Da derzeit keine Übergangsfristen nach dem 30. Juni 2019 vorgesehen sind, müssen Sie Ihre Praxis für den Fall, dass Sie nach dem 30. Juni 2019 noch tätig sind, an die TI anschließen.

Ja, für die Durchführung des VSDM wird ein Zusatzmodul für Ihre Praxissoftware benötigt. Die medatixx hat mit ihren Praxissoftwarelösungen die Verfahren zur Bestätigung der Konformität dieses Moduls durch die gematik erfolgreich durchlaufen. Das VSDM-Modul ist im medatixx-TI-Bundle enthalten. Bei der Installation der TI-Komponenten wird das Modul in Ihrer Software von medatixx durch einen geschulten medatixx-Servicetechniker freigeschaltet.

Die initiale Ausstattung Ihrer Praxis mit den TI-Komponenten und deren laufender Betrieb sind aufgrund der gesetzlichen Vorgaben durch die Kassen zu finanzieren. Folgende Beträge wurden zwischen der KBV und dem GKV-Spitzenverband vereinbart (Stand Oktober 2020 / alle Preise Bruttopreise d. h. inkl. gesetzlicher MwSt.):

Erstattungen für die Erstausausrüstung:

  • 1.014 Euro für die Erstausrüstung mit einem Konnektor
  • 535 Euro für die Erstausstattung mit einem stationären Kartenterminal
  • 350 Euro einmalige Erstattung für die Erstausrüstung mit einem mobilen Kartenterminal
  • 900 Euro Einmal-Pauschale für das VSDM-Modul Ihrer Praxissoftware sowie die Installations-, Konfigurations- und Schulungsaufwendungen

Erstattungen für Kosten des laufenden Betriebes:

  • 248 Euro pro Quartal für die laufende Software- und Konnektor-Pflege sowie den VPN-Zugangsdienst
  • 23,25 Euro pro Quartal und Ausweiskarte für SMC-B (Praxisausweis)
  • 11,63 Euro pro Quartal und Ausweiskarte für HBA (elektronischer Arztausweis)

Erstattungen zur Schaffung der Voraussetzungen für Notfalldatenmanagement (NFDM) und elektronischem Medikationsplan (eMP):

  • Einmalige Pauschale von 530 Euro für das Update von Konnektor und Praxissoftware, notwendig zur Implementierung von NFDM/eMP
  • Erstattung von 535 Euro für die Anschaffung eines weiteren Kartenterminals je angefangene 625 Betriebsstättenfälle
  • Zuschlag von 4,50 Euro pro Quartal zur Kompensation der laufenden Kosten für die Nutzung von NFDM/eMP

Erstattungen für Einrichtung und laufenden Betrieb der Kommunikation im Medizinwesen (KIM | ehemals KOM-LE) inkl. Austausch eArztbrief:

  • Einmalige Pauschale von 100 Euro je Praxis für die Einrichtung der für KIM notwendigen Komponenten
  • Erstattung von 23,40 Euro pro Praxis und Quartal zur Kompensation der Betriebskosten für die Nutzung von KIM
  • Abrechnung einer Pauschale pro versendetem eArztbrief in Höhe von 0,28 Euro (Ziffer 86900), pro empfangenem eArztbrief in Höhe von 0,27 Euro (86901); Dabei besteht für beide Ziffern eine gemeinsame Höchstgrenze je Arzt und Quartal von 23,40 Euro;
  • Der Versand des eArztbriefes wird neben der o. g. Versandpauschale in den kommenden drei Jahren zusätzlich mit einem EBM-Punkt (10,99 Cent) pro Brief gefördert (GOP 01660). Der Zuschlag zur Versandpauschale wird auch ausgezahlt, wenn die Praxis den Höchstwert von 23,40 Euro erreicht hat.
  • Bitte beachten Sie zur Förderung des eArztbriefes folgende Infografik (Download als PDF).

Für weitere Fragen zur finanziellen Förderung und Fristen zur Finanzierungsvereinbarung wenden Sie sich am besten direkt an Ihre regionale KV.

Die Finanzierungsvereinbarung ist auf der Homepage der KBV veröffentlicht. Sie teilt sich auf in eine einmalige Kostenerstattung für die Ersteinrichtung der Praxis und in eine Betriebskostenerstattung für den laufenden Betrieb. Gemäß Gesetz sind die Kassen verpflichtet, alle mit der Einführung und dem Betrieb der TI direkt verbundenen Kosten der Praxen zu erstatten.

Die Kosten werden Ihnen von Ihrer KV erstattet. Ausschlaggebend für Ihren Erstattungsanspruch ist nicht das Bestell- oder Lieferdatum der Komponenten, sondern die Durchführung des ersten Abgleichs der Versichertenstammdaten mit der TI. Erfragen Sie die Details zum Antragsverfahren bitte bei Ihrer KV.
 

Erste Erfahrungen zeigen, dass das heute übliche Einlesen der Kartendaten ohne Online-Aktualisierung nicht länger dauert als bisher. Bei Online-Aktualisierung der Kartendaten benötigt das System jedoch etwas mehr Zeit als bisher: die Vorgaben der gematik definieren, dass eine Online-Prüfung nicht länger als 5 Sekunden und eine etwaige Aktualisierung der Daten auf der Karte maximal 13 Sekunden dauern soll.
 

Über den Konnektor ist das Sichere Netz der KVen (SNK) angeschlossen. So können zukünftig eine Reihe von SNK-Anwendungen über den Konnektor erreicht werden. Fragen Sie bei Ihrem KV-SafeNet-Anbieter nach, ob die von Ihnen genutzten Anwendungen schon heute über die TI erreichbar sind.
 

Sie können bereits jetzt Ihre SMC-B, auch „Praxisausweis“ genannt, bestellen. Pro Betriebsstätte benötigen Sie jeweils eine SMC-B-Karte. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in unserem dritten TI-Newsletter unter „So beantragen Sie Ihre SMC-B“. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen zur Vorbereitung unseren „TI-Fit-Check“, der Ihre Praxis-EDV-Anlage auf Erfüllung der Rahmenbedingungen für den sicheren Anschluss an die TI überprüft.
 

Die Entwicklung der dezentralen Komponenten und des Netzes der TI wurde nach den Gesichtspunkten eines höchstmöglichen Datenschutzes zusammen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik geplant, spezifiziert und umgesetzt. Verschiedene Gutachten und Analysen der Sicherheitsarchitektur bestätigen das hohe Schutzniveau.
 

I-Motion hat mit mehr als 12.000 KV-SafeNet-Anschlüsse einen großen Erfahrungsschatz beim Rollout von Infrastrukturkomponenten. Deshalb haben wir die Abwicklung des TI-Rollouts in die Hände unseres hundertprozentigen Tochterunternehmens gelegt.
 

Einzelpraxis:

  • 1 Konnektor
  • 1 stationäres E-Health-Kartenterminal/SMC-KT
  • 1 VPN-Zugangsdienst
  • 1 VSDM-Modul für eine Praxissoftware von medatixx

    > im medatixx-TI-Bundle enthalten
     
  • 1 SMC-B-Karte (muss von der Arztpraxis selbst beantragt werden
     

Gemeinschaftspraxis/Berufsausübungsgemeinschaft mit 3 Ärzten:

  • 1 Konnektor (für bis zu 10 BSNRs)
  • 1 stationäres E-Health-Kartenterminal/SMC-KT
  • 1 VPN-Zugangsdienst
  • 1 VSDM-Modul für eine Praxissoftware von medatixx
  • 1 SMC-B-Karte (muss von der Arztpraxis selbst beantragt werden)

    > im medatixx-TI-Bundle enthalten
     

Praxisgemeinschaft bestehend aus 2 Praxen:

  • 1 Konnektor (für bis zu 10 BSNRs)
  • 1 stationäres E-Health-Kartenterminal/SMC-KT
  • 1 VPN-Zugangsdienst
  • 1 VSDM-Modul für eine Praxissoftware von medatixx

    > im medatixx-TI-Bundle enthalten
     
  • 1 Zusatzpaket Betriebsstätten zur Anbindung der 2. Betriebsstätte
  • 1 weiteres stationäres E-Health-Kartenterminal/SMC-KT
  • 2 SMC-B-Karten (müssen von der Arztpraxis selbst beantragt werden)


Überörtliche Praxis mit 3 Standorten:

  • 1 Konnektor (für bis zu 10 BSNRs)
  • 1 stationäres E-Health-Kartenterminal/SMC-KT
  • 1 VPN-Zugangsdienst
  • 1 VSDM-Modul für eine Praxissoftware von medatixx

    > im medatixx-TI-Bundle enthalten

     
  • 2 Zusatzpakete Betriebsstätten zur Anbindung der 2. und 3. Betriebsstätte
  • 2 weitere stationäre E-Health-Kartenterminals/SMC-KT
  • 3 SMC-B-Karten (müssen von der Arztpraxis selbst beantragt werden)

Das stationäre Kartenterminal liest die elektronische Gesundheitskarte des Patienten ein und übernimmt die Versichertenstammdaten in die Praxissoftware. Eine Netzwerkverbindung sorgt für die Verbindung des Terminals mit dem Konnektor. Mittels einer gesteckten SMC-B wird die Praxis gegenüber der Telematikinfrastruktur authentifiziert.

Der elektronische Heilberufsausweis weist Angehörige der Heilberufe gegenüber der Telematikinfrastruktur als vertrauliche Personen aus und ermöglicht so eine verschlüsselte Kommunikation. Er dient der rechtssicheren Signatur und dem Versand elektronischer Dokumente. Zukünftig ist damit auch der Zugriff auf Anwendungen der eGK und Telematikinfrastruktur möglich.

Die Institutionskarte, die im Konnektor/Kartenterminal installiert wird, authentifiziert die Praxis gegenüber der Telematikinfrastruktur.

Die zentrale Komponente zwischen Praxissoftware und den Kartenterminals dient als sicherer Kommunikationsweg zur Telematikinfrastruktur.

Der Berechtigungsnachweis ist notwendig, um Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen. Zukünftig sollen eine Aktualisierung der Versichertendaten, das Speichern von Notfalldaten und der Datenaustausch von Patienteninformationen oder Befunden mit der eGK möglich sein.

Sobald ein Patient von seiner Krankenkasse eine neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) zugeschickt bekommt, wird seine bisherige eGK gesperrt. Die Sperre wird aktiviert, sobald ein Abgleich der eGK im Rahmen des Versichertenstammdaten-managements (VSDM) erfolgt. Die eGK ist damit unbrauchbar, was zu signifikanten Verzögerungen im Praxisablauf führt. Weisen Sie daher Ihre Patientinnen und Patienten darauf hin, immer die aktuelle Versichertenkarte mitzubringen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hält hierzu auch entsprechendes Infomaterial zum Aushang in der Praxis bereit.
 

Mobile Kartenterminals können zum Einlesen von Patientenkarten, zum Beispiel bei Hausbesuchen, ohne Online-Prüfung genutzt werden. Die eingelesenen Daten können zu einem späteren Zeitpunkt in die Praxissoftware importiert werden.

Eine zentrale Störung im Betrieb der Telematikinfrastruktur (TI) verhindert aktuell (Stand: 04.06.2020) die Durchführung des Versichertenstammdatenmanagements (VSDM) sowie die Übersendung der Quartalsabrechnung. Bitte beachten Sie die nachfolgenden Anleitungen. Diese beschreiben Schritt-für-Schritt die manuelle Aktualisierung des Sicherheitszertifikats des TI-Konnektors der Telekom bzw. von secunet. Dieses Update ist notwendig, um das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) sowie die Übersendung der Quartalsabrechnung innerhalb der TI-Infrastruktur wieder durchführen zu können.

Anleitung Aktualisierung Sicherheitszertifikat Konnektor Telekom für Software medatixx
Anleitung Aktualisierung Sicherheitszertifikat Konnektor Telekom für x.isynet/x.vianova
Anleitung Aktualisierung Sicherheitszertifikat Konnektor Telekom für x.comfort
Anleitung Aktualisierung Sicherheitszertifikat Konnektor Telekom für x.concept
Anleitung Aktualisierung Sicherheitszertifikat Konnektor Telekom für easymed

Anleitung Aktualisierung Sicherheitszertifikat Konnektor secunet für Software medatixx
Anleitung Aktualisierung Sicherheitszertifikat Konnektor secunet für x.isynet/x.vianova
Anleitung Aktualisierung Sicherheitszertifikat Konnektor secunet für x.comfort
Anleitung Aktualisierung Sicherheitszertifikat Konnektor secunet für x.concept
Anleitung Aktualisierung Sicherheitszertifikat Konnektor secunet für easymed

Bitte beachten Sie hierzu auch folgenden Newsbeitrag.